Verhaltensgrundsätze

1. Rechte und Pflichten der Trainingsteilnehmerin

Die Trainingsteilnehmerin ist berechtigt, für die vereinbarte Vertragsdauer, die bereitgestellten Trainingsräume während der vereinbarten Trainingszeiten zu benutzen. Es besteht ausdrücklich kein Anspruch auf die Durchführung des Trainings durch einen bestimmten Trainer. Die Nutzungsrechte der Trainingsteilnehmerin sind nicht übertragbar.Sie verpflichtet sich, sämtliche Räumlichkeiten, Einrichtungen sowie Trainingsutensilien pfleglich zu behandeln und etwaige Schäden unverzüglich anzuzeigen. Den Anweisungen der Instructor (Trainer) ist stets Folge zu leisten. Die Trainingsteilnehmerin haftet für sämtliche durch sie oder ihre minderjährigen Kinder verursachten Schäden, die durch eine nicht sachgemäße Benutzung verursacht werden.

2. Gesundheit der Trainingsteilnehmerin

Die Trainingsteilnehmerin bestätigt hiermit ihre bzw. die körperliche Gesundheit ihrer Kinder. Im Zweifelsfalle hat die Trainingsteilnehmerin vor der Anmeldung einen Arzt zu konsultieren. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir keine Haftung für seine Tauglichkeit und Gesundheit übernehmen und das Training auf eigene Gefahr erfolgt.

3. Haftungsausschluss

Eine Haftung -auch außervertragliche Haftung-, für eventuell auftretende Schäden, welche sich die Trainingsteilnehmerin bzw. ihre minderjährigen Kinder bei Benutzung unserer Einrichtungen bzw. durch Inanspruchnahme unserer Dienstleistungen zuzieht, ist ausgeschlossen. Es wird ebenfalls keine Haftung bei gegenseitigen Verletzungen der Trainingsteilnehmerinnen bzw. ihrer minderjährigen Kinder übernommen, die sich insbesondere auf das Nichtbefolgen von Anweisungen des Trainers zur Ausführung der Techniken, gründen. Desgleichen haften wir nicht für den Verlust mitgebrachter Kleidung, für Wertgegenstände oder ähnliches.

4. Trainingstermine

Wir behalten uns vor, aus wichtigen Gründen, die bei Vertragsabschluss gültigen Trainingstage und -zeiten zu ändern. Ein wichtiger Grund kann z.B. vorliegen, wenn die Trainingsstätte aus Gründen, die wir nicht zu vertreten haben, nicht mehr zum vereinbarten Zeitpunkt zur Verfügung steht. Ist es uns daraufhin unmöglich die Leistungen zu erbringen, so sind Schadensersatzanspruche der Kursteilnehmerin ausgeschlossen.

5. Bild- und Filmaufnahmen

Im Rahmen des Trainings werden eventuell Fotos und/oder Filmaufnahmen erstellt. Mit der Anmeldung räumt die Teilnehmerin dem Veranstalter sämtliche durch ihre Mitwirkung entstehenden Rechte (urheberrechtliche Nutzungsrechte, Leistungsschutzrechte sowie sonstige Rechte) zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt ein. Ist dies nicht erwünscht, ist die Teilnehmerin verpflichtet, dies vor Veranstaltungsbeginn dem Veranstalter ausdrücklich mitzuteilen. In diesem Fall kommt die Teilnehmerin nicht mit auf das Bild bzw. wird entsprechend unkenntlich gemacht.

6. Einhaltung der Hausordnung

1. In unserem Training kommt körperliche Nähe durch die Übung der Techniken beim Partnertraining vor. Es ist daher darauf zu achten, dass der eigene Körper und die Trainingskleidung sauber und reinlich sind. Die Fingernägel sollten kurz und sauber sein. Offene Wunden sind mit Pflaster und Verbandstape zu überdecken.

2. Schmuck und Piercings sind vor dem Training abzulegen und das Mobiltelefon abzuschalten bzw. auf lautlos zu stellen. Wertgegenstände sind grundsätzlich zu Hause zu lassen. Für Wertgegenstände, Kleidung und Schuhe in den Umkleiden oder in den Trainingsräumen wird keine Haftung übernommen. Wertgegenstände können in kleinen Behältnissen in den Trainingsraum eingebracht werden. Auch hierfür wird jedoch seitens des Trainers bzw. des Studios keine Haftung übernommen.

3. In den Räumlichkeiten ist auf Sauberkeit und Ordnung zu achten. Selbst verursachte oder beobachtete Verunreinigungen sind dem Trainer mitzuteilen und / oder selbst zu säubern.

4. Zum Training ist pünktlich zu erscheinen. Der Trainingsraum ist nach Trainingsbeginn und vor dem -ende nur in begründeten Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit dem Trainer zu verlassen. Getränke in fest verschlossenen Flaschen können eingebracht werden und zu den vom Trainer vorgegebenen Trinkpausen genossen werden. Die Trainingsgegenstände (Schlagkissen, Boxhandschuhe, Trainingswaffen etc.) sollten stets sachgemäß verwendet werden.

5. Eine bestimmte Trainingskleidung ist grundsätzlich nicht vorgeschrieben. Jedoch sollte sie sich an den üblichen Gepflogenheiten eines Sportstudios orientieren. Das Trainieren in Straßenkleidung wird vom Trainer explizit angesagt. Training in Socken ist wegen der Rutschgefahr nicht gestattet. Vorhandene Schutzausrüstung kann nach Absprache mitgeführt werden. Was empfehlenswert sein könnte, kann beim Trainer in Erfahrung gebracht werden.

6. Jede Schülerin unterliegt der Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber. Jede Technik wird mit Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein ausgeführt und miteinander geübt. Keine Schülerin hat das Recht eine andere Schülerin zu verletzen oder ihr durch ihr Handeln körperliche oder geistige Schmerzen zuzuführen. Jegliche Verstöße sind sofort mit der Trainingspartnerin zu klären und im Wiederholungsfall gemeinsam mit dem Trainer zu besprechen. Abklopfen oder ein anderes entsprechendes Signal einer Übenden bedeutet für die Übungspartnerin, sofort aufzuhören bzw. nachzulassen.

7. Für den Umgang miteinander gelten folgende Grundsätze: Wir gehen wertschätzend und respektvoll miteinander um. Alles was uns während des Trainings anvertraut oder bekannt wird, bleibt auch dort. Wir sind offen und tolerant auch für andere Sichtweisen. Jede ist ihr eigens Maß, wir stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Wir unterstützen uns partnerschaftlich. Wir reden miteinander und nicht übereinander. Wir sind kritikfähig und sachorientiert. Wir sorgen für eine kameradschaftliche, ungezwungene und doch konstruktive Atmosphäre. Fragen an den Trainer und Mitbestimmung beim Training sind ausdrücklich erwünscht.

8. Über bestehende Verletzungen oder körperliche Einschränkungen muss der Trainer vor dem Training informiert werden. Das Training findet grundsätzlich auf eigenes Risiko statt. Sollte ein Mitglied ansteckend erkrankt sein, darf es nicht am Training teilnehmen. Dies gilt bei bereits ausgebrochener Krankheit, aber auch bei Symptomen die auf eine ansteckende Krankheit hinweisen.

9. Diese Verhaltensregeln und die Hausordnung des Studios sind stets zu beachten und einzuhalten. Den berechtigten Weisungen des Trainers und den Mitarbeitern des Studios ist Folge zu leisten.

•   Kurz

Sowohl der Angreifer als auch wir befinden uns in einer Stress-Situation, insbesondere wir 
als Bedrohte, sollten da so schnell wie möglich raus! Das bedeutet, wir haben auch im 
Training keine Zeit, uns mit langen und komplizierten Techniken aufzuhalten, die i.d.R. 
nur auf der Matte funktionieren und meist nur dann, wenn es der "Angreifer" zulässt. 
Oder eben nur, wenn man jahrelang geübter Kampfsportler ist! 

Selbstverteidigung ist kein Kampfsport!

•   Ziel- und straßenkampforientiert

bedeutet vor allem die Konzentration auf empfindliche Körperstellen des Angreifers und zum anderen,
die körperliche Auseinandersetzung so schnell wie möglich zu beenden und für Sie / Dich zu entscheiden!
Denn die Straße ist keine Kampfsportmatte!

Da gibt es weder Fairness noch den entspannten Umgang unter Trainingspartnerinnen!  

 

Selbstverteidigung ist kein Kampfsport!

•   Effektiv

bedeutet der Einsatz von Techniken, die auch Wirkung zeigen. Zwar situationsangepasst
und unter Berücksichtigung der (bevorstehenden) Aktion des Angreifers, aber eben auch
mit möglichst wenig Kraftaufwand und einer möglichst starken Wirkung.

 

Selbstverteidigung ist kein Kampfsport!

•   Kompromisslos

bedeutet bei der getroffenen Entscheidung sich zu wehren zum einen "der Wille zum
Sieg / zum Überleben", der sog. Kampfgeist! Es ist einer der entscheidenden Faktoren für
den Ausgang einer körperlichen Auseinandersetzung. Zum anderen beinhaltet dies, das
konsequente Vorgehen bis zur Kampfunfähigkeit des Angreifers ohne sich auf einen
immer mehr oder immer wieder von vorn beginnenden Schlagabtausch mit
ungewissem Ausgang einzulassen.


Selbstverteidigung ist kein Kampfsport!